Mittwoch, 8. Januar 2014

Bye Bye 2013...


Zwischen Weihnachten und Neujahr haben wir spontan noch Gäste bekommen, die zwei Nächte auf der Lodge gewohnt haben. Radfahrer!!!! Da habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt. Wie kann man nur im Dezember mit dem Rad durch Namibia radeln? Das ist ungefähr genauso, als würde man den ganzen Tag in der Sauna Fahrrad fahren. Das grenzt fast daran lebensmüde zu sein. Dann auf diesen Schotterstraßen, mit all dem Staub und den Steinen. Es ist wirklich gefährlich! Als das Pärchen anrief war ich mir sicher, dass sie aus Europa kommen müssen, denn niemand anderes würde so etwas wagen. Aber ganz im Gegenteil! Die Beiden waren aus Johannesburg und dachten sich, sie machen mal eine Fahrradtour durch Namibia - untrainiert bei 38Grad im Schatten!!! Als die Beiden am Farmhaus ankamen (ca. 15km von Maltahöhe entfernt) war die Frau so erschöpft, dass ich sie zur Lodge fahren musste. Dabei sind sie an dem Tag nur 15km gefahren. Sie sind 2 Nächte geblieben und haben hier erst einmal ausgespannt! Aber sehr nette & interessante Leute, die sich einfach etwas überschätzt haben.
Franziska & Peter von unserer Nachbarfarm Nudupsdrift sind am 28.12. noch zum Potjie machen vorbei gekommen. Für die jenigen, denen das nichts sagt: das ist ein großer Dreifußkessel aus Gusseisen, welchen man ins offene Feuer stellt und leckere Gerichte drin kochen kann. Wir nehmen meist zarten Springbock und frisches Gemüse (soweit vorhanden) und Guidos Rezept ist es kein Wasser zum Kochen zu verwenden, sondern nur Sherry! Sehr sehr lecker! Wir hatten einen wunderschönen lockeren und entspannten Abend bei einem Gläschen Wein.
Zum Glück waren die beiden auf Namseb, denn sie haben uns eingeladen zu Silvester auf die Farm Excelsior zu kommen am NamibRand. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. So sind wir am 31.12. gegen Mittag Richtung Wüste gefahren (und haben uns leider verfahren :-( ), kamen dann aber doch gegen halb 4 auf dem Camping Platz an. Wir waren die ersten und konnten in Ruhe alles auspacken, Zelt aufbauen, die Landschaft genießen und schwitzen!! Es war so verdammt heiß dort! Später wussten wir dann auch, warum die anderen erst gegen halb 7 eintrafen.
Wir haben lecker gebraait, getrunken, erzählt und 30 Seconds gespielt. Guido hat ein tolles Feuerwerk um Mitternacht gemacht und wir sind erschöpft relativ früh in unsere Betten gefallen.
Lilly war etwas quengelig, aber ich schob es auf die Hitze & die neue Umgebung. Romy konnte abends dann mit Connor spielen, dem kleinen Farmersjungen der Verwalterfamilie auf Farm Excelsior. Und sie hat das sichtlich genossen und sich ausgetobt. Sie ist dann auf der Ladefläche vom Bakkie eingeschlafen, wo wir ihr ein kuschliges Bett aufgebaut hatten. Um Mitternacht wurde sie dann allerdings wach und rief die ganze Zeit aufgeregt: "Papa Peuer, Papa Peuer, Papa Peuer!!!" Das war so süß! Ich hatte dann nur meine Schwierigkeiten, sie wieder zum Einschlafen zu bringen.
Den nächsten Morgen sind wir nach dem Aufstehen erst einmal kurz Schwimmen gewesen, denn unser Zelt hat sich sofort nach Sonnenaufgang wieder aufgeheizt, so dass man es kaum aushalten konnte. Dann wurde das restliche Fleisch wieder auf das neue Feuer gelegt und wir haben schön gefrühstückt. Romy war etwas zickig und anstrengend, da sie nur wenig geschlafen hatte und der arme Connor hat überhaupt nicht verstanden, warum Romy ihn nun nicht mehr mag. Schlußendlich ist er zu seinem Papa auf den Schoß gekrochen und meinte enttäuscht zu ihm: "Papa, I need a beer!" So goldig, besonders wenn es aus dem Mund eines 2,5jährigen kommt.
Lilly war weiter quengelig und etwas anstrengend. Sie war furchtbar warm und ich habe ihr schon einen kalten Wickel gemacht, aber ich habe es immer wieder nur auf die Hitze geschoben. Wir sind gegen 11Uhr weggefahren, weil man es wirklich nicht mehr ausgehalten hat.
Als wir Zuhause ankamen, habe ich Fieber gemessen und meine kleine Maus hatte bereits 39,6Grad. Puuhhhh.. hätte ich das vorher gewusst, wäre ich nicht so entspannt gewesen. Das steigerte sich auf 40Grad in der Nacht und den ganzen nächsten Tag. Ich war die ganze Zeit nur damit beschäftigt ihr kalte Wickel zu machen und zu zusehen, dass sie Flüssigkeit zu sich nimmt. Armes Ding! Am 3.1. bekam sie dann auch noch einen Ausschlag und wir haben fast vermutet, dass sie Röteln hat. Dieser war aber nach 2-3 Tagen wieder weg und das Fieber dann auch relativ schnell wieder runter, so dass es wohl ein 3-Tage-Fieber war mit einem Hitzeausschlag. Armes kleines Ding, da leidet man als Mutter mindestens genauso mit. Aber jetzt ist alles wieder gut!
Der Ausflug war toll, weil wir viele neue nette Leute kennengelernt haben, viel Spaß hatten und ein geselliges Silvester verbracht haben - nicht wie wir dachten zu zweit auf der Farm, wo wir wahrscheinlich gegen 23Uhr ins Bett gegangen wären. 
... und schon war ein Jahr wieder herum und wir müssen uns von nun an daran gewöhnen 2014 zu schreiben. Mir fällt das jedoch immer eine Ewigkeit schwer.
ein Wirbelsturm im NamibRand

Romy weiß, wo es die leckeren Sachen gibt

gemütliches Beisammensein am Feuer

Connor - zu süß

Romy & Guido chillen in der Hängematte

ein Oryx unterm Baum, keine 50m von uns entfernt

ich versuche Netz zu kriegen ;-)

unser Familienzelt

Freitag, 3. Januar 2014

Regen auf Namseb

Am 26. ging es wieder zurück auf die Farm und tata.... es hatte geregnet!!! Ehrlich gesagt hatte es schon richtig heftig am 22.12. geregnet - ganze 80mm (was der pure Wahnsinn für uns ist, wenn man bedenkt, dass der Durchschnittsregenfall in dieser Gegend bei 80 - 150mm pro Jahr liegt). Das war unser allerschönstes Weihnachtsgeschenk!! Alles war extrem unter Wasser, alle Flüsse liefen, alle Dämme liefen voll und wir haben einen Regentanz draußen gemacht. Wir konnten es uns natürlich auch nicht nehmen, am späten Nachmittag des 22. noch eine kleine Tour über die Farm zu machen - ein Boot wäre zu dem Zeitpunkt angebrachter gewesen, da wir nämlich selbst mit dem alten Farmbakkie (Allrad) kurz stecken geblieben waren.
Wir hatten unsere Sachen am 22.12. abends noch im Schein unserer Taschenlampen gepackt, da wir natürlich gleich Stromausfall hatten, ganze 14Stunden. Das ist der Nachteil hier. Sowie ein Unwetter aufzieht, bricht auch jegliche Verbindung zur Aussenwelt ab. Kein Strom, kein Internet, kein Wasserdruck. Aber dieser Regen ist mehr als Gold wert. Dieser Regen sichert unsere Existenz für die nächsten 1-2 Jahre. Kaum zu glauben, oder?
Als wir von Windhoek zurück auf der Farm waren, waren weitere 12mm im Regenmesser.
In den letzten Tagen schoss das Gras nur so heraus, alle Büsche und vereinzelte Lilien blühen. Es sieht so wunderschön aus - fast kitschig, da das saftige tiefleuchtende Grün gar nicht in diese Landschaft passt.
Heute (03.01.2014) sitze ich in der Küche und es regnet wieder draußen. Für morgen sind weitere Schauer vorher gesagt. Dieser Regen wird dem Gras und der Natur allgemein einen weiteren Schub geben. Die Tiere haben die lange Trockenzeit endlich überstanden. In ein paar Wochen werden alle Kälber geboren und ihre Mütter werden rund und fett sein, genug Energie haben um den Nachwuchs durchzubringen.
Ich hätte ja nie gedacht, das ich mich mal so über Regen freuen werde. Ich - wo ich 5 Jahre in Hamburg gelebt habe -  wo es 5 Tage die Woche regnet und allgemein Deutschland, wo es ja doch oft grau in grau ist. Doch hier ist das etwas ganz anderes. :-) Dem Himmel sei' Dank!!!

Die Bilder leider etwas unscharf :-(

Romy im Rinnsalzufluss zum Hudupfluss
Guido & Romy stehen im Laufenden Hudup
die Zufahrt zum Haus


Weihnachten - Merry Christmas in hot Namibia

Am 23.12. sind wir frühmorgens um halb 7Uhr von der Farm losgefahren, da wir in Mariental noch ein paar Dinge zu erledigen hatten. Dann ging es nach Windhoek, wo Erika schon mit einem schönen Geburtstagstisch für Romy gewartet hat. Nach einem kleinen Mittagessen sind wir noch kurz in die Stadt um noch ein paar Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Völlig erschöpft sind wir dann nachts in unsere Betten gefallen.
Dann war schon der 24.12. und wir hatten immer noch nicht alle Weihnachtsgeschenke und mussten ein weiteres Mal in die Stadt. Diesmal allerdings mit Kindern, da wir noch unsere Hebamme getroffen haben, die Romy & Lilly noch schnell geimpft hat. Dann ab in die Shopping Mall mit gefühlten 100.000 anderen Leuten. Warum müssen die Windhoeker am 24.12. kurz vor Ladenschluß noch Weihnachtsgeschenke kaufen, wenn sie doch Wochen vorher dazu Gelegenheiten gehabt haben? Es war die absolute Hölle!!! Allein schon um einen Parkplatz zu finden. Guido und ich waren völlig angespannt und unsere Stresspegel nah an unseren Grenzen. Wir haben uns geschworen, dass wir das nie wieder machen! In Zukunft werden wir Ende November nach Windhoek fahren, alles "gemütlich" einkaufen, Zuhause verpacken und hoffentlich einen stressfreien 24.12. Vormittag erleben.
Völlig erledigt sind wir zum Lunch wieder bei Erika eingetroffen und Guido hat sich mit den Kindern erst einmal hingelegt. Ich war dann mindestens eine Stunde beschäftigt alles einzuwickeln.
Doch Heiligabend war wieder wunderschön! Wir haben bei Guidos Tante Peddy &  Onkel Klaus gefeiert, zusammen mit Erika, seiner Oma & seiner Schwester Julia mit Familie und Schwiegereltern aus Finnland. Es war super gemütlich, sehr weihnachtlich trotz der heißen Temperaturen und es gab leckeres Essen. Die Vorspeise sehr finnisch - Roggenbrot aus Finnland mit Ei und Lachs mit Avocado. Dann Pellkartoffeln mit Heringssalat & Salat und das leckerste Schokoladenmousse was ich kenne von Peddy als Dessert. Mmmmhhhhhhh......
Und wir haben schön Weihnachtslieder gesungen, Kerzen angezündet und stundenlang Geschenke ausgepackt, gestaunt und waren fröhlich. Ein rundum schöner Heiligabend.

 Romy hat ihr erstes Weihnachtsgeschenk ausgepackt

Weihnachtsbaum auf namibisch ;-)

 Romy ist beschäftigt weitere Geschenke auszupacken mit Schokoladenmund

Romys 2.Geburtstag (21.12.2013)

Ach hat meine kleine Maus große Augen gemacht, als sie ihren Geburtstagstisch gesehen hat. Ich hatte ihr eine Kerze angezündet und sie hüpfte die ganze Zeit um den Tisch und rief "Feuer, Feuer, Feuer". :-) Und dann waren die Luftballons der große Hit. Beim Auspacken mussten wir ihr helfen, obwohl die letzten Geschenke dann auch schon mit mehr Schwung und ohne Hemmungen aufgerissen wurden.
Sie hat sich riesig über alles gefreut. Sie hat eine große Babypuppe mit Kinderwagen von uns bekommen, ein großes Buch mit den ersten 100 Wörtern und ein kleinen Namibia Emaille Kinderbecher. Von ihren Großeltern und ihrer Uroma Spielzeug, Bücher und Geld. Und ihre Patentante Stephi in Deutschland hat ihr ein personalisiertes Buch geschenkt. Auch Puzzles, Seifenblasen und Kuscheltiere waren dabei. Mit allem drum und dran ein riesengroßer Geschenketisch.
Den ganzen Tag gab es Süßigkeiten und Eis und Nachmittags noch leckeren Kuchen.
Abends sind wir dann ins Maltahöhe Hotel gefahren und wurden von Romys Patenonkel Piet zum Dinner eingeladen. Das war wieder sehr lecker und ganz gemütlich. Aber ein langer Tag für unsere kleine Romy. Sie ist dann auf dem Nachhauseweg auf meinem Schoß eingeschlafen.

 Romy vor ihrem Geschenketisch mit Luftballons

wir schauen uns ein Buch an

 Kerze auspusten mit Papa vom Geburtstagskuchen

 nachfeiern bei Omama Erika in Windhoek am 23.12.

Freitag, 20. Dezember 2013

Hochzeitsfieber

Yeah... das war eine Feier und ein tolles Wochenende! Wir hatten jede Menge Spaß und haben viel mit Familie, Verwandten und Freunden geplaudert, lecker gegessen und gefeiert.
Das Brautpaar hat die Zeit auch sichtlich genossen, obwohl die Spannung und Aufregung kurz vor der Trauung doch spürbar war. Aber es wäre ja schon merkwürdig gewesen, wenn es das nicht gewesen wäre. Angela war eine hübsche Braut und Etienne im 7. Himmel. :-) Angela natürlich auch! Alle haben die Zeremonie und das ganze drum herum genossen und nichts ist schief gegangen. Es wurde ein unglaublich leckeres Dinner von den Caterern serviert und das Programm war von sehr emotional bis super lustig.
Da Etienne Mitglied in einer Band ist und die Band bis auf eine Person alles Familie ist, hatten wir sogar Live Music auf Namseb, was der Kracher war. Die Band Rushhour haben etliche Songs gespielt und wir haben alle getanzt. Aileen sogar bis in die frühen Morgenstunden und der richtig harte Kern ist sogar noch in den Pool gegangen. Ich bin ins Bett, als es dämmerte und ich glaube, es ist mindestens 3 Jahre her, dass ich das letzte Mal so ausgiebig und sorgenfrei gefeiert habe. Es war wirklich sehr lustig und hat jede Menge Spaß gemacht. Guido hatte sich bereits gegen 2 Uhr verabschiedet und hat sich netterweise auch um die Kinder gekümmert. Der Vorbild Papa! :-)
Den nächsten Tag habe ich es natürlich etwas bereut, da ich durch den Schlafentzug und den Alkoholkonsum doch den ganzen Tag in den Seilen hing. Nichtsdestotrotz würde ich es wieder so machen.
Die ganze Familie hat gelobt und gestaunt, was wir (besonders Guido) alles auf die Beine gestellt haben und waren beeindruckt über das veränderte Set-up. Das ist doch schön und ich bin auch so glücklich darüber, dass wir nun wieder etwas Neues geschaffen haben, was wir für unsere Zukunft nutzen können.
Romy war das ganze Wochenende so lieb und verspielt. Für sie war es das Größte, dass so viele andere Kinder da waren, mit denen sie "um die Häuser" ziehen konnte. Sie hat es so genossen und war auch so ausgelastet. Und sie liebt ja ihren Onkel Acki (Guidos Bruder), der immer mit ihr schwimmen war. Jetzt fragt sie immer nach Acki, wenn wir am Pool sind. So süß! Wir hatten auch eine Nanny angestellt für das Wochenende, welche sich eigentlich um alle Kinder kümmern sollte, aber irgendwie hat das nicht so richtig geklappt (wahrscheinlich auch allein schon wegen der Kommunikation) und so war sie sich eigentlich nur für Lilly da. Für mich war das eine riesen Erleichterung, weil ich wusste ich kann sie jederzeit bei ihr abgeben und sie ist in guten Händen. 
Am Dienstag sind Angela & Etienne dann in ihren Honeymoon von Namseb aus gestartet und wir haben erst einmal unsere Füße hochgelegt und versucht etwas zu entspannen. Die Tage waren doch schon etwas anstrengend!
Morgen hat nun unsere kleine Romy ihren 2. Geburtstag und ich habe gerade ihren Geburtstagstisch gedeckt und Heidelbeermuffins und einen Quarkkuchen gebacken. Es ist so unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Mein kleines Baby wird jeden Tag selbstständiger. Ich bin gespannt auf ihre großen Augen, wenn sie das morgen früh sieht.

Anbei ein paar Fotos. Aus Rücksicht auf Angela & Etienne werde ich keine Bilder vom Brautpaar hochladen, solange sie nicht selber Bilder freigegeben.


 wir 4 nach der Trauung

 Lilly mit ihrer Nanny

 Romy trinkt leckeren Saft an der Champagner Bar

 Romy genießt es in ihrem Prinzessinnenkleid

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Der Countdown läuft....

Letzten Monatg war ich nun mit Lilly in Mariental zum Großeinkauf. Puuhhhh... es ist so anstregend bei den Temperaturen und ich bin so froh, dass unser Auto wenigstens eine Klimaanlage hat. Doch für Lilly ist es natürlich eine ganz schöne Tortur. Als ich ankam, habe ich erst am 4. Automaten (so ungefähr der Letzte im kleinen Städtchen) Geld bekommen. Ich dachte schon, ich kann mich gleich wieder auf den Heimweg machen, denn mit NAD130 wäre ich nicht weit gekommen. Nachdem ich fast alles hatte, habe ich auf einer sehr wenig befahrenen Nebenstraße auf der anderen Straßenseite unter einen Baum angehalten um sie im Auto zu stillen und da wurde ich doch glatt gleich von der Polizei aufgefordert, ich solle mein Auto bitte in Fahrtrichtung parken. Hähhhh? Die Straße ist ungefähr 4-spurig plus Fußweg, es kommt alle 5min mal ein PKW vorbei und ich habe keinen einzigen Fußgänger gesehen und es stört sie, dass ich 20min in der falschen Parkrichtung stehe? Nachdem ich ihm klargemacht habe, dass Blaulicht und Sirene nichts bringen, ist er ausgestiegen und war dann doch peinlichst gerührt, dass ich zu dem Zeitpunkt einfach nicht anders konnte (nicht das es im geringstens auch nur annähernd jemanden gestört hätte oder störend war das ich in der falschen Fahrtrichtung geparkt hatte). Wenn auf der anderen Straßenseite ein Baum gestanden hätte, hätte ich ja gar nicht auf die andere Seite fahren müssen. Naja, ich dachte mir nur mal wieder, dass die Polizei nichts anderes zu tun hat.
Dann wollte ich noch an dem einzigen Kodakautomaten in den nächsten 300km meine Weihnachtskarten ausdrucken und der wurde doch nun gerade an dem Tag zur Wartung nach Windhoek geschickt. Tolle Sache! Das hat mich wieder dermaßen geärgert. Mein ganzer Plan wieder dahin und nun werden meine Weihnachtskarten wohl nun erst nächstes Jahr ankommen, weil ich sie frühestens am 23./24. drucken kann. Dann werde ich sie wohl per email verschicken müssen. :-( Schade, das ist leider nicht das Gleiche.
Da war ich dann so aufgewühlt von meinem ganzen Gehetze und Niederlagen plus Kämpfen mit der Polizei, dass ich erst einmal einen Mittagsstop bei Wimpys (Fastfoodkette) einlegen musste, um wieder runter zu kommen. Das war gar nicht so schlecht, weil dadurch war ich etwas erholter und entspannter auf der 130km Rückfahrt.
Letzte Woche zogen dann nun immer wieder mal Wolken auf und wir haben doch tatsächlich nach so vielen Wochen warten und beten endlich 9mm Regen am Samstag am Haus gehabt. Ist das zu fassen. Überall Pfützen und der Geruch von dem ersten frischen Regen ist einfach herrlich! Drückt mal die Daumen, dass wir in den nächsten Tagen/ Wochen noch mehr Regen bekommen, denn dann hat das Gras welches jetzt keimt auch eine Chance zu wachsen.
Am Samstag sind wir von Bekannten auf der Zebra River Lodge zu einer Year-End-Function eingeladen gewesen. Die Lodge liegt ca. 1h Fahrt von Maltahöhe in den Tsarisbergen. Sehr schön und gemütlich. Wir waren im Pool schwimmen, haben viel mit Bekannten & Nachbarn geklönt und abends ein sehr leckeres Braai gegessen. Kurz nach dem Essen fing es wieder an mit Regnen, so dass die meisten Gäste relativ früh ins Bett sind. Guido und ich waren mal wieder die Letzten. :-)
Ja, mit Lilly habe ich weiter so meine Sorgen. Das Stillen klappt einfach nicht mehr so, wie es sein sollte. Ich hatte immer noch die Hoffnung, dass es wieder besser wird, aber es wird von Tag zu Tag eigentlich schlechter. Heute hat sie meine Brust total verweigert und wollte nur die Flasche. Aber immer abpumpen und ihr das mit der Flasche füttern ist ja auch keine Dauerlösung. Ich bin taurig, weil ich sie gern noch ein paar Wochen mehr gestillt hätte, aber man kann es ja auch nicht erzwingen und ich will auch nicht, dass sie Hunger leidet und dadurch ihr Wachstum beeinträchtigt wird, nur weil sie meine Brust nicht mehr mag. Schade!!!! Aber mit noch einem weiteren Zwerg im Haus ist auch nicht mehr die Ruhe und Entspannung da, wie bei der Erstgeborenen. Ich habe Lilly und Romy übrigens letzte Woche mal vermessen: Lilly ist bereits 62cm groß (14cm Wachstum in 12 Wochen) und Romy ist jetzt 93cm (50cm in knapp 2 Jahren). Leider habe ich keine gute Waage hier, aber ich schätze, dass Lilly jetzt so um die 6kg wiegt (Geburtsgewicht war 3.420g).
So, morgen geht es noch einmal schnell nach Mariental. Die letzten Besorgungen und die ganzen frischen Sachen müssen noch gekauft werden. Das wird hoffentlich nicht so lang dauern. Und dann läuft der Countdown. Nur noch 3 Tage und dann werden Angela & Etienne sich das Ja-Wort auf Namseb geben. Die Beiden reisen übrigens morgen schon an. Der größte Teil der Hochzeitsgesellschaft kommt dann am Freitag. Samstagnachmittag/ Abend ist dann die Trauung & die Party. Ich bin gespannt und freue mich schon sehr! Guido hat auch alles ganz toll gemacht. Das sind Welten! Er ist auch ganz erschöpft und meint, dass ihm alles weh tut und er selbst kaum noch eine Glühbirne auswechseln kann, weil jede Faser zieht. :-)
Nächste Woche dann mehr zur Hochzeit und allem drum herum.

 Regenstimmung in Namibia

Lilly schäkert mit Papa

 Mountain Chalet @ Zebra River Lodge

 Romy hilft Papa bei den ganzen Arbeiten (hier spielt sie gerade mit der Schweißmaschine)





Sonntag, 1. Dezember 2013

chilliges Wochenende...

Sonntag Abend und ich bin gerade dabei eine große Einkaufsliste zu schreiben, denn ich fahre morgen mit Lilly nach Mariental zum Shoppen. Wir bekommen nächste Woche eine Gruppe VW Leute aus Wolfsburg, die mal wieder Testfahrten in Namibia machen und in 2 Wochen ist ja nun auch die Hochzeit. Da muss viel rangeschafft werden, besonders Getränke.
Wir sind nun übrigens offziell eine registrierte Jagdfarm in Namibia und dürfen von nun an alle Permits beantragen und auch Werbung machen. Zwar gibt es noch kleine Auflagen, aber die lassen sich im Handumdrehen beseitigen und dann steht uns nix mehr im Wege. Kaum zu glauben, dass dieser Prozess über 2 Jahre gedauert hat. Aber - was lange wärt wird gut. :-)
Guido wird weiter fleißig Schattenplätze in den kommenden Tagen bauen, da die 40 Gäste ja auch irgendwo sitzen wollen und das nicht gerade in der prallen Sonne. In den letzten Tagen war es fast unerträglich heiß und ich habe mir gestern tatsächlich zum ersten Mal die Fußsohlen verbrannt, weil der Boden so heiß war. Das ist richtig schmerzvoll! Guido hat gestern ein Schattendach über unsere Terrasse gebaut, so dass Lilly und ich unseren Mittagsschlaf schön gechillt auf der Hollywoodschaukel verbracht haben.
Romys Wortschatz wird nun langsam aber stetig auch immer größer. Doch mir wird langsam mehr und mehr bewusst, dass sie im Vergleich zu deutschen Kindern einen anderen Wortschatz lernt. Sie redet viel vom Kudu (weiß auch wie einer aussieht und kann das genau in Zeitschriften zeigen), Löwe, Auto, Eier, Baum (hört sich eher an wie Pöm) und das übliche wie Mama, Papa, Oma, Opa, wauwau, anga (bedeutet Wasser), pieppiep, kaka .... :-) aber es ist witzig! Noch hat sie ihre eigene Sprache, aber das ist auch gut so.
Langsam fängt es an stressig zu werden, was Weihnachten angeht. Puhhhh... und nur noch 23 Tage! Und was alles noch während dieser Zeit passiert. Alles muss gut geplant sein, denn wenn man hier auf der Farm hockt, ist es nicht so einfach mal eben noch dies oder das zu besorgen.
Ich wünsche allen Lesern einen schönen ersten Advent!!!